Neues Wahlfach zu Chancengleichheit und Antidiskriminierung
An der Universitätsmedizin Leipzig hat in den vergangenen Semesterferien erstmals das vorklinische Wahlfach „Empowerment für Diversität: Chancengleichheit und Antidiskriminierung im Gesundheitswesen“ stattgefunden. Es richtete sich an 15 Student:innen des 3. vorklinischen Semesters und verfolgte einen Peer-to-Peer-Ansatz, bei dem Medizinstudent:innen Workshops für ihre Kommiliton:innen gestalteten. Entwickelt wurde das Format unter der Leitung von Prof. Bahriye Aktas und Projektkoordinatorin Dr. Rosa Schulte-Frohlinde (Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe).
Die Workshops wurden von verschiedenen studentischen Initiativen getragen und behandelten Themen wie Geschlechtergerechtigkeit in der Medizin, Stigmatisierung bei sexuell übertragbaren Infektionen, die Versorgung unversicherter Menschen, Rassismuskritik im Gesundheitswesen sowie Barrieren in der Kommunikation mit Patient:innen. Ergänzt wurde das Programm durch einen kritischen historischen Rundgang zur Liebigstraße in der NS-Zeit.
Wissenschaftlich begleitet wurde das Wahlfach im Rahmen einer Dissertation von der Medizinstudentin Fatima Daffeh. Die Evaluation soll zur Weiterentwicklung des Lehrangebots beitragen. Das Projekt ist Teil der bundesweiten Initiative „Empowerment für Diversität – Allianz für Chancengleichheit in der Gesundheitsversorgung“, angesiedelt an der Charité – Universitätsmedizin Berlin und gefördert durch die Stiftung Mercator. Eine erneute Durchführung ist für Frühjahr 2026 geplant.