Ausgeglichenes Jahresergebnis erreicht
Das Universitätsklinikum Leipzig hat im Geschäftsjahr 2025 die geplanten wirtschaftlichen Ziele erreicht und das Jahr mit einem handelsrechtlichen Jahresüberschuss von 450 T€ abgeschlossen. Das Betriebsergebnis vor investitionsbedingten Effekten (EBITDA) betrugt 3.878 T€.
Zur Stabilisierung der finanziellen Situation hat aber auch zusätzliche Unterstützung des Freistaats Sachsen beigetragen, denn nach wie vor leidet die Universitätsmedizin unter einer nicht ausreichenden Refinanzierung der Aufwände im aktuellen Finanzierungssystem. Die Lücke zwischen den Einnahmen und Ausgaben vergrößert sich zusehends, getrieben vor allem von den Kostenentwicklungen in den Bereichen IT und Personal.
Eine weitere Herausforderung besteht zudem darin, dass der sächsische Landesbasisfallwert weiterhin zu den niedrigsten in Deutschland zählt, womit die auskömmliche Finanzierung des laufenden Betriebs deutlich erschwert wird.
Die Personalkosten stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent auf 443.555 T€. Die Sachkosten erhöhten sich um 1 Prozent auf 301.387 T€; besonders ins Gewicht fielen dabei der medizinische Bedarf sowie Aufwendungen für Instandhaltung, Wartung und Reparaturen.
Leistungsseitig wurden 54.837 vollstationäre aDRG-Fälle behandelt, rund 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Casemix-Punkte lagen mit 63.330 auf Vorjahresniveau. Der ambulante Bereich entwickelte sich mit rund 250.000 Quartalsfällen und einem Zuwachs von 4,0 Prozent dynamisch. Die gesamten ambulanten Erlöse stiegen insgesamt auf 80.011 T€.
Deutliche Bedeutung gewinnen die Hybrid-DRG mit 663 Fällen im Jahr 2025. Insgesamt zeigt sich das UKL leistungsstabil, steht jedoch weiterhin vor strukturellen Finanzierungsherausforderungen. So ist davon auszugehen, dass bei Umsetzung der im Rahmen des GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes auf Bundesebene aktuell diskutierten Sparmaßnahmen sich das operative Defizit des UKL um einen nennenswerten zweistelligen Millionenbetrag erhöhen würde.