Company GPT eingeführt
Mit UKL-GPT wurde eine eigene datenschutzkonforme KI-Plattform für den klinischen Alltag am UKL entwickelt. Das interne Assistenzsystem erleichtert Recherche, Dokumentation und Kommunikation.
Am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) ist 2025 mit UKL-GPT eine eigene, datenschutzkonforme KI-Plattform gestartet. Das System wird vollständig im klinikeigenen Rechenzentrum betrieben und steht als internes Assistenztool für den klinischen und administrativen Alltag zur Verfügung. Ziel ist es, die Potenziale generativer KI zu nutzen, ohne Abstriche bei Datenschutz und Sicherheit zu machen. UKL-GPT fungiert als klinikweites Company-GPT und kann auch sensible Inhalte verarbeiten. Damit nimmt das UKL eine Vorreiterrolle ein, da KI bislang in vielen Häusern nur punktuell eingesetzt wird. „Wir etablieren ein breit verfügbares Assistenzsystem für alle Berufsgruppen“, so Dr. Robert Jacob.
Zentrale Funktion ist die intelligente Suche in rund 8.700 internen Dokumenten, darunter Leitlinien und SOPs. Ergänzt wird dies durch einen KI-gestützten Textassistenten, der etwa beim Verfassen von E-Mails oder Berichten unterstützt und mehrsprachig arbeitet. Perspektivisch soll UKL-GPT zu einer zentralen Wissensplattform ausgebaut und mit weiteren Systemen wie Archiv- und Dokumentenlösungen vernetzt werden. Erste zusätzliche Anwendungen, etwa zur Unterstützung der Anamnese oder zur automatisierten Antragserstellung, sind bereits in Entwicklung. Die Idee entstand 2024 im Rahmen eines klinikinternen Datathons und wurde gemeinsam mit einem externen Partner umgesetzt. Nach einer erfolgreichen Pilotphase mit über 100 Nutzer:innen befindet sich das System inzwischen im Regelbetrieb.