Im Hintergrund ist ein ETHOS-Linearbeschleuniger-Gerät zu sehen. Davor steht Sebastian Gemkow, Sächsischer Wissenschaftsminister, mit Vertreter:innen aus Politik, Wissenschaft und Gesundheitswesen, die das Gerät feierlich mit dem Durchschneiden eines Bandes eröffnen.

Startschuss für ein neues Kapitel der personalisierten Krebsbehandlung

Mit dem ETHOS-Linearbeschleuniger setzt das UKL neue Maßstäbe in der personalisierten Strahlentherapie. Das KI-gestützte System passt jede Behandlung individuell in Echtzeit an.

Am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) hat die Klinik für Strahlentherapie mit dem ETHOS-Linearbeschleuniger ein in Sachsen bisher einzigartiges online-adaptives System in Betrieb genommen. Sebastian Gemkow, Sächsischer Wissenschaftsminister, eröffnete das Gerät gemeinsam mit Vertreter:innen aus Politik, Wissenschaft und Gesundheitswesen.

Das ETHOS-System erstellt für jede Bestrahlung einen individuellen Plan, der Tumorgröße und Organlage in Echtzeit berücksichtigt. Fachärzt:innen und Medizinphysiker:innen prüfen die KI-Vorschläge, sodass Planung, Anpassung auf dem Behandlungstisch und Überwachung direkt auf die Patient:innen zugeschnitten werden. Die Vorteile liegen auf der Hand: präzisere, schonendere Therapie mit höheren Erfolgschancen. Prof. Nils Nicolay, Klinikdirektor, betont den verbesserten Organschutz und die Reduktion von Nebenwirkungen.

Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand am UKL, nennt das Gerät einen Paradigmenwechsel: „Weg von standardisierten, hin zu personalisierten Behandlungspfaden – unterstützt durch KI, getragen von ärztlicher Expertise.“ Er dankte dem Freistaat Sachsen für die finanzielle Unterstützung.

Staatsminister Gemkow unterstrich die Bedeutung für Gesundheitsforschung und Krebsmedizin: „Der Linearbeschleuniger ist eine konkrete Investition in die Zukunft der Patient:innen und stärkt Leipzig als Standort medizinischer Spitzenforschung.“