HPV-Schulprojekt
Das Leipziger HPV-Schulprojekt informiert Eltern und Jugendliche über Krebsprävention durch Impfung. Gemeinsam mit dem UKL wird die Initiative nun weiter ausgebaut.
In Deutschland gibt es nur wenige Krebserkrankungen, gegen die eine Impfung schützt – Gebärmutterhalskrebs zählt dazu. Dennoch sterben hier jährlich rund 1.500 Frauen daran, meist wegen mangelnder Aufklärung und zu niedriger Impfquote.
Um dem entgegenzuwirken, startete 2018 ein Team von Leipziger Ärzt:innen unter Leitung der Gynäkologin Dr. med. Cornelia Hösemann ein Schulprojekt. Bei Elternabenden informieren sie über Humane Papillomviren (HPV) – eine Hauptursache von Gebärmutterhalskrebs – und die Möglichkeit der Schutzimpfung. Sieben Jahre später wird das Projekt nun gemeinsam mit dem Krebszentrum des Universitätsklinikums Leipzig ausgeweitet.
Die Impfquote in Deutschland ist niedrig: Nur rund 50 Prozent der 15-jährigen Mädchen und knapp 30 Prozent der Jungen sind vollständig geschützt. Das Schulprojekt informiert gezielt und bietet gleichzeitig die Möglichkeit, Kinder direkt impfen zu lassen. Prof. Florian Lordick, Leiter des UKL-Krebszentrums, betont: „Die HPV-Impfung kann lebensgefährliche Krebserkrankungen wirksam verhindern. Wir appellieren an Eltern, diese Chance für ihre Kinder zu nutzen.“