Ein Zeigefinger klickt auf eine digitale Abbildung eines Kopfes mit. Ineinandergreifende Zahnräder stehen für das Gehirn. Von dem Kopf gehen Verbindungen nach oben und unten, rechts und links ab.

KI-Kompetenz in der Medizin bündeln

Am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) wurde 2025 die neue Abteilung für Medizinische KI und Translation (MedKIT) aufgebaut. Das Team gehört zum Medizininformatikzentrum und bündelt die Entwicklung sowie den Einsatz klinischer KI-Anwendungen im Versorgungsalltag. Das Projekt zielt darauf ab, wissenschaftlich fundierte Lösungen zu identifizieren, zu prüfen und in die Patientenversorgung zu integrieren.

Eine Collage mit Bildern der Mitarbeiter:innen der MedKIT, Abteilung für Medizinische KI und Translation.

MedKIT ist aus dem AMPEL-Projekt hervorgegangen und führt damit auch die am UKL entwickelte Open-Source-Plattform AMPEL-CDSS weiter. Die aktuell fünfköpfige Einheit erfasst bestehende KI-Initiativen am Haus und positioniert sich als zentrale Anlaufstelle für KI in der Klinik. „Wir wollen für klinische Fragestellungen passende, wissenschaftlich geprüfte KI-Lösungen in die Anwendung bringen“, erklärt Prof. Toralf Kirsten.

Die Abteilung ist Teil der Digitalisierungsstrategie des UKL, die einen stärkeren Einsatz von KI in Diagnostik und Entscheidungsunterstützung vorsieht. Grundlage ist unter anderem die langjährige Erfahrung mit AMPEL, das sich aus der Labormedizin heraus in viele Fachbereiche etabliert hat und heute fest im Klinikalltag verankert ist. Geleitet wird MedKIT von Martin Federbusch, der das Projekt in die Routineversorgung überführt.