Qualitätssprung in der Neuroradiologie dank KI
Ein KI-gestütztes MRT-Tool verkürzt Untersuchungszeiten deutlich und verbessert zugleich die Bildqualität. Patient:innen profitieren von schnelleren Diagnosen und mehr Komfort.
Knapp sechs Monate nach Einführung eines KI-gestützten Tools zur Magnetresonanztomographie (MRT) zieht das Institut für Neuroradiologie am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) eine positive Bilanz. Das System verkürzt Untersuchungszeiten um bis zu 65 Prozent und liefert gleichzeitig Bilder in höherer Auflösung. So lassen sich Erkrankungen wie Schlaganfälle, Multiple Sklerose oder Hirntumore schneller diagnostizieren und behandeln.
„Für die Patient:innen ist es angenehmer, kürzer still im MRT liegen zu müssen, und wir können mehr Untersuchungen mit hoher Qualität durchführen“, erklärt Dr. Cordula Scherlach, geschäftsführende Oberärztin des Instituts. Prof. Karl-Titus Hoffmann ergänzt: „Die KI ersetzt nicht unsere Arbeit, aber sie liefert verlässliche Ergebnisse und unterstützt uns bei der Diagnose.“
Derzeit konzentriert sich der Einsatz auf Gehirnuntersuchungen, weitere Bereiche sollen folgen. Das Tool verbessert sowohl Patientenkomfort als auch diagnostische Präzision und erhöht damit die Effizienz im Klinikalltag.