Teleintensivmedizinische Lösungen mit Partnerkliniken
Per Teleintensivmedizin vernetzt das UKL seine intensivmedizinische Expertise mit Partnerkliniken in Sachsen. Digitale Visiten ermöglichen schnellere Entscheidungen und bessere Versorgung.
Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) baute 2025 die Teleintensivmedizin weiter aus, um die Versorgung intensivpflichtiger Patient:innen zu verbessern. Über sichere Videoverbindungen tauschen sich Intensivmediziner:innen des UKL mit Partnerkliniken in Sachsen aus und können Befunde in Echtzeit gemeinsam bewerten. Eine erste Anwendung erfolgte mit dem Michels Neurologischen Rehabilitationszentrum in Bennewitz. Die videobasierte Zusammenarbeit ermöglicht eine schnellere und individuellere Therapieentscheidung sowie den direkten fachlichen Austausch während der Visite. Gleichzeitig wird intensivmedizinische Expertise standortübergreifend verfügbar – ein Vorteil insbesondere für kleinere Häuser.
Neben der besseren klinischen Einschätzung lassen sich Abläufe optimieren: Patientendaten, Bildbefunde und Verläufe können gemeinsam analysiert und Behandlungsentscheidungen abgestimmt werden. So lassen sich Verlegungen, etwa in die Rehabilitation, gezielter planen. Im Rahmen des Förderprogramms eHealthSax entsteht derzeit ein teleintensivmedizinisches Netzwerk mit ersten Pilotkliniken. Perspektivisch sollen die Prozesse weiter automatisiert werden, etwa durch KI-gestützte Auswertung und Dokumentation der Visiten.