Neues Hochleistungs-Ultraschallgerät für die Pränataldiagnostik
Ein neues Hochleistungs-Ultraschallgerät ermöglicht frühere und präzisere Diagnosen in der Schwangerschaft. Besonders Risikoschwangerschaften profitieren von der modernen 3D- und 4D-Sonografie.
Seit Anfang des Jahres setzt die Geburtsmedizin am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) auf ein Ultraschallgerät der neuesten Generation. Mit der hochauflösenden 3-D- und 4-D-Sonografie lassen sich nun schon früh in der Schwangerschaft sehr präzise Diagnosen stellen und mögliche Fehlbildungen beim Ungeborenen erkennen.
„Diese Technik ist ein echter Meilenstein“, betont Prof. Holger Stepan, Direktor der Geburtsmedizin. „Die Detailgenauigkeit der Bilder ermöglicht uns differenziertere Diagnosen, die früher so nicht möglich waren.“
Neben Organen und Knochen können auch Muskeln, Sehnen und Blutflüsse in kleinsten Gefäßen sichtbar gemacht werden. Herzfehler lassen sich anhand des Blutströmungsverhaltens besser beurteilen, ebenso wie Fehlbildungen im Gehirn.
Für Risikoschwangerschaften bietet das Gerät die Möglichkeit, bereits im ersten Trimester – also in der 12. bis 13. Schwangerschaftswoche – hochpräzise Untersuchungen durchzuführen. Das verschafft mehrere Wochen Vorsprung gegenüber der bisherigen Feindiagnostik ab der 20. Woche und erleichtert die Planung einer optimalen Betreuung während Schwangerschaft und Geburt. Die Untersuchung steht grundsätzlich allen Schwangeren offen und wird in der Sprechstunde der Klinik durchgeführt.