Weiterer hochmoderner Linearbeschleuniger nimmt Betrieb auf
Mit einem neuen Linearbeschleuniger stärkt das UKL die personalisierte Krebsmedizin. Die adaptive Strahlentherapie ermöglicht präzisere Behandlungen bei gleichzeitig höherem Patient:innenkomfort.
An der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) ist ein neuer Linearbeschleuniger in den Regelbetrieb gestartet. Mit dem Gerät kann erstmals eine adaptive Strahlentherapie in Echtzeit durchgeführt werden: Tumorgröße und -position sowie die Lage benachbarter Organe werden während der Behandlung per hochauflösender CT erfasst, und ein KI-gestützter Bestrahlungsplan wird live angepasst. So können Ärzt:innen und Medizinphysiker:innen direkt auf Veränderungen reagieren, ohne dass Unterbrechungen nötig sind.
Der neue Halcyon 2 ergänzt das zuvor installierte Zwillingsgerät und ermöglicht präzisere, individuellere Bestrahlungen bei verkürzten Behandlungszeiten. „Die Patient:innen stehen mehr denn je im Mittelpunkt. Adaptive Therapie bedeutet personalisierte Behandlung mit maximalem Schutz der umliegenden Organe und höherer Erfolgswahrscheinlichkeit“, betont Prof. Nils Nicolay, Direktor der Klinik.
Das Systemupdate für den vollständigen adaptiven Betrieb wird in wenigen Monaten erwartet. Bis dahin profitieren Patient:innen bereits von schnellerer, hochpräziser Strahlentherapie und erhöhtem Komfort. Mit den beiden Halcyon-Geräten löst das UKL die alten ARTISTE-Linearbeschleuniger ab und setzt nun auf modernste Technik für die Radioonkologie.