Eine Frau mit Kinderwagen in einem Behandlungsraum im Gespräch mit einer Ärztin.

Neue Sprechstunde für Schwangerschaftserkrankungen

Frauengesundheit ist in der Medizin noch immer häufig unterrepräsentiert. Um eine bestehende Versorgungslücke zu schließen, bietet das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) nun eine spezielle Nachsorgesprechstunde für Frauen an, die während der Schwangerschaft an Präeklampsie oder anderen Bluthochdruckerkrankungen litten.

Hintergrund ist, dass diese Patientinnen ein deutlich erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen im späteren Leben haben. Zwar erfolgt während der Schwangerschaft eine engmaschige Betreuung, nach der Geburt fehlt jedoch häufig eine strukturierte Nachsorge.

Genau hier setzt das neue Angebot des UKL an: In der Sprechstunde werden Blutdruck und Laborwerte regelmäßig kontrolliert, um mögliche Folgeschäden frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. „Wir können die Gesundheit der Mütter langfristig begleiten und bei Bedarf frühzeitig eingreifen“, erklärt PD Dr. Anne Dathan-Stumpf. Das Angebot richtet sich an Frauen aus Leipzig und Umgebung, deren Schwangerschaft nicht länger als fünf Jahre zurückliegt. Perspektivisch ist zudem eine enge Zusammenarbeit mit Hausärzt:innen geplant, um die Versorgung weiter zu verbessern.