Hubschrauber im Flug wenige Meter über dem Landeplatz des UKL.

Spitzenwerte in der Schwerverletztenversorgung

Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) zählt laut TraumaRegister DGU® 2025 zu den bundesweiten Spitzenzentren in der Versorgung schwerverletzter Patient:innen.

Am UKL überleben Patient:innen im Schnitt 2,6 % häufiger als aufgrund ihrer individuellen Prognose zu erwarten gewesen wäre. Gleichzeitig liegt die durchschnittliche Liegedauer auf der Intensivstation trotz schwerer Verletzungen unter dem deutschlandweiten Mittel.

Ein Grund für diese herausragenden Ergebnisse ist die hohe Fallzahl: 299 schwerverletzte Patient:innen wurden 2024 primär im UKL versorgt, dazu kommen viele Sekundärverlegungen aus einem großen Einzugsgebiet. Das Traumazentrum des UKL behandelt dabei komplexe Verletzungen von Wirbelsäule, Becken, Gesicht und unteren Extremitäten, während die Intensivaufenthalte vergleichsweise kurz bleiben.

Prof. Christian Kleber, Leiter des Überregionalen Traumazentrums, betont die Rolle der interdisziplinären Zusammenarbeit: Regelmäßige Arbeitsgruppen, Trainings, Notfallübungen und ein strukturiertes Trauma-Netzwerk Westsachsen sorgen für kontinuierliche Qualitätssicherung. Auch die Integration der Versorgung von Kindern und Jugendlichen als Referenzzentrum für Kinderpolytrauma ist Teil des Konzepts.

Die hohe Versorgungsqualität basiert zudem auf einer konsequent geschlossenen Rettungskette – von der präklinischen Versorgung über Schockraum- und Intensivtherapie bis hin zur individuell abgestimmten Rehabilitation. So kann das UKL nicht nur Leben retten, sondern auch langfristig die Lebensqualität der Patient:innen sichern.